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Komplexe Physikalische Entstauungstherapie

Reduziert Schwellunge

Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)

Ganzheitliche Behandlung von Lymphödemen und Stauungserkrankungen

Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist die weltweit anerkannte Standardmethode zur Behandlung von Lymphödemen und anderen chronischen Stauungserkrankungen.
Sie wurde in den 1960er-Jahren von Dr. Johannes Asdonk entwickelt und später durch Prof. Michael Földi wissenschaftlich etabliert.

Die Therapie verfolgt das Ziel, Schwellungen zu reduzieren, Beweglichkeit zu verbessern und Komplikationen wie Infektionen oder Fibrosen zu vermeiden – für eine spürbar höhere Lebensqualität.

Cate führt in weißer Arbeitskleidung und schwarzen Handschuhen eine professionelle Fußbehandlung durch

Die vier Säulen der KPE

Cate untersucht oder massiert einen Fuß mit schwarzen Schutzhandschuhen während einer Behandlung

Manuelle Lymphdrainage (MLD)​

Die manuelle Lymphdrainage ist das Herzstück der KPE.
Sie besteht aus sanften, rhythmischen Handgriffen nach der Methode von Dr. Emil Vodder, die speziell darauf ausgelegt sind, den Abtransport von Gewebeflüssigkeit, Eiweißstoffen und Abfallprodukten zu fördern.

Diese Technik stimuliert das Lymphsystem, öffnet Lymphgefäße und leitet überschüssige Flüssigkeit in gesunde Regionen ab, wo sie über den Blutkreislauf ausgeschieden wird.

    Ziele der MLD:

  • Entstauung des betroffenen Körperbereichs

  • Schmerzlinderung und Spannungsreduktion

  • Förderung der Regeneration und Durchblutung

  • Vorbereitung auf die folgende Kompressionstherapie

Die Behandlung ist äußerst angenehm, beruhigend und wirkt oft auch entspannend auf das vegetative Nervensystem.

Phasen der KPE

Cate legt in weißer Arbeitskleidung und schwarzen Handschuhen einen professionellen Fußverband an
Cate führt eine professionelle Fußmassage und Pflegebehandlung mit schwarzen Schutzhandschuhen durch

Ziele und Wirkung der KPE

  • Reduktion von Schwellungen und Spannungsgefühlen

  • Verbesserung von Beweglichkeit und Körpergefühl

  • Linderung von Schmerzen und Druckempfindlichkeit

  • Vorbeugung von Komplikationen (z. B. Fibrosen, Infektionen)

  • Langfristige Verbesserung der Lebensqualität

Phase I – Entstauungsphase

  • Tägliche manuelle Lymphdrainage

  • Kompressionsbandagierung nach jeder Sitzung

  • Ergänzende Bewegungstherapie

  • Dauer: meist 2–6 Wochen, abhängig vom Schweregrad des Ödems

    Ziel: Maximale Reduktion von Schwellungen und Aktivierung des Lymphsystems.

Phase II – Erhaltungsphase

  • Regelmäßige Lymphdrainage nach Bedarf

  • Dauerhafte Versorgung mit Kompressionsstrümpfen oder -bekleidung

  • Fortführung von Bewegungstherapie und konsequenter Hautpflege

    Ziel: Langfristige Stabilisierung der Ergebnisse und Vermeidung neuer Stauungen.

Cate lächelt konzentriert bei einer professionellen Fußbehandlung in ihrer Praxis

Für mehr Lebensqualität

Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist ein wirkungsvolles, medizinisch fundiertes Behandlungskonzept,
das den Körper ganzheitlich unterstützt – sanft, nachhaltig und individuell angepasst.

Sie verbindet bewährte manuelle Techniken mit moderner medizinischer Kompetenz und zielt darauf ab, das natürliche Gleichgewicht des Lymphsystems wiederherzustellen.
Durch die gezielte Kombination ihrer vier Säulen – Drainage, Kompression, Bewegung und Hautpflege – werden Schwellungen reduziert, Beschwerden gelindert und die Regeneration des Gewebes gefördert.

So entsteht ein neues Gefühl von Leichtigkeit, Beweglichkeit und Wohlbefinden – für mehr Vitalität und Lebensqualität im Alltag.

Anerkannte Indikationen für die Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Im Rahmen der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE)

Primäres Lymphödem

Definition: Angeborene Fehlentwicklung des lymphatischen Systems

Merkmale

  • Hypo- oder Aplasie von Lymphgefäßen

  • meist früh beginnend

  • häufig asymmetrisch

  • chronisch-progressiver Verlauf

 

Therapeutische Bedeutung

  • MLD ist eine Basistherapie

  • langfristige Entstauung erforderlich

  • immer eingebettet in die KPE

Nahaufnahme eines stark geschwollenen Beins im Vergleich zu einem normalen Bein

Postoperative und posttraumatische Ödeme

Definition: Reaktive Flüssigkeitseinlagerungen nach Operation oder Verletzung

Wichtig

  • kein Lymphödem im engeren Sinn

  • funktionelle Überlastung des Lymphsystems

  • unbehandelt erhöhtes Risiko für Fibrosen

 

Therapeutische Bedeutung

  • frühzeitige MLD sinnvoll

  • präventive Wirkung gegen chronische Gewebeveränderungen

  • Kombination mit angepasster Kompression

Nahaufnahme von starken Blutergüssen und blauen Flecken auf dem unteren Rücken einer Frau

Phlebolymphödem (CVI mit lymphatischer Beteiligung)

Definition: Kombination aus venöser und lymphatischer Abflussstörung

Merkmale

  • chronisch venöse Insuffizienz

  • persistierende Ödeme

  • Hautveränderungen

 

Therapeutische Bedeutung

  • MLD nur bei lymphatischer Mitbeteiligung indiziert

  • Kompression essenziell

  • interdisziplinäres Vorgehen erforderlich

Nahaufnahme von geschwollenen und verfärbten Unterschenkeln und Füßen auf einem Holzfußboden

Sekundäres Lymphödem

Definition: Erworbene Schädigung des Lymphsystems

Nahaufnahme eines stark geschwollenen Arms mit Operationsnarbe im Vergleich zu einem normalen Arm

Häufige Ursachen

  • operative Entfernung oder Schädigung von Lymphknoten (z. B. Tumorchirurgie)

  • Bestrahlung

  • schwere Entzündungen oder Infektionen

  • Trauma

 

Therapeutische Bedeutung

  • MLD zentraler Bestandteil der Behandlung

  • Ziel: Ödemreduktion, Schmerzreduktion, Verbesserung der Gewebemobilität

Fibrosierende Gewebeveränderungen

Definition: Verdichtung und Verhärtung des subkutanen Bindegewebes

Nahaufnahme von unebener Haut und Gewebestruktur am Bauch einer Person

Entstehung

  • nach chronischem Ödem

  • nach Operationen

  • nach Entzündungsprozessen

 

Merkmale

  • tastbare Verhärtungen

  • reduzierte Verschiebbarkeit der Haut

  • häufig schmerzhaft oder spannungsbedingt

 

Therapeutische Bedeutung

  • MLD als unterstützende Maßnahme

  • immer kombiniert mit gezielter Gewebemobilisation

  • phasenangepasstes Vorgehen entscheidend

Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS / Morbus Sudeck)

Definition: Neurovaskuläre Regulationsstörung

Nahaufnahme von einer geröteten und geschwollenen Hautstelle am Unterarm und Handgelenk einer Frau

Merkmale

  • Schwellung

  • trophische Hautveränderungen

  • Schmerzen

Therapeutische Bedeutung

  • MLD unterstützend möglich

  • keine alleinige Therapie

  • vorsichtiges, schmerzadaptives Vorgehen

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