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Manuelle  LYMPHDRAINAGE

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, strukturierte Massagetechnik, welche die wohltuende Entspannung einer Massage mit der gezielten Wirkung einer medizinischen Therapie verbindet, für ein leichteres Körpergefühl sorgt und Schwellungen spürbar reduziert.

Manuelle Lymphdrainage – Die sanfte Kraft des natürlichen Flusses

aktiviert - entstaut - regeneriert

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Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist mehr als eine Massage – sie ist eine hochpräzise Therapieform, die das feinste Transportsystem unseres Körpers unterstützt: das Lymphsystem.

Sie basiert auf dem Verständnis, dass Heilung nicht durch Kraft entsteht, sondern durch gezielte, sanfte Impulse, die den Körper dort abholen, wo er selbst nicht weiterkommt.

Hinter dieser Methode steht auch ein Stück Pioniergeist: der Mut, neue Wege zu gehen, die Sensibilität des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und die Wirkung feinster Berührungen therapeutisch zu nutzen.

Es ist die Überzeugung, dass wahre Veränderung nicht durch Druck entsteht, sondern durch die Kunst, den Körper wieder in seinen natürlichen Rhythmus zu führen.

Während das Lymphsystem ununterbrochen überschüssige Flüssigkeit, Eiweiße und Stoffwechselreste abtransportiert, reagiert es gleichzeitig empfindlich auf Stress, Druck und Überlastung.

Genau hier entfaltet die Manuelle Lymphdrainage ihre Wirkung:

Sie öffnet feinste Lymphkapillaren, bringt blockierte Wege wieder in Bewegung und führt das Gewebe zurück in Leichtigkeit und Entspannung.

MLD ist eine Therapie, die mit dem Körper arbeitet, nicht gegen ihn – ruhig, rhythmisch und im natürlichen Fluss des Lymphsystems.

Der Ursprung – Dr. Emil Vodder und seine Entdeckung

Dr. Emil Vodder – der Wegbereiter der Lymphtherapie

In den 1930er-Jahren behandelten Dr. Emil Vodder und seine Frau Estrid in Südfrankreich zahlreiche Kurgäste mit chronischen Erkältungskrankheiten. Sie beobachteten dabei immer wieder geschwollene Halslymphknoten – ein Thema, das die Medizin jener Zeit mied.

Vodder wagte das Undenkbare: Er berührte die Lymphknoten – sanft, rhythmisch, ohne Druck – und stellte fest, dass sich der Zustand seiner Patienten verbesserte.
Er entwickelte daraufhin die ersten Pump- und Drehgriffe, die den Lymphfluss aktivieren sollten. 1936 präsentierte er seine Methode erstmals in Paris – die Geburtsstunde der modernen Lymphdrainage.

Obwohl die Schulmedizin seine Arbeit zunächst skeptisch betrachtete, fand Dr. Vodder große Resonanz in der Kosmetik und Prävention. Dort unterrichtete er Therapeuten aus ganz Europa – und legte so den Grundstein für eine Methode, die heute international medizinisch anerkannt ist.

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Wissenschaftliche Weiterentwicklung

Dr. Johannes Asdonk – von der Praxis zur Medizin

1964 lernte Dr. Johannes Asdonk die Methode von Emil Vodder persönlich kennen.
Er führte die Kompressionsbandage als ergänzendes Element ein, um die durch Lymphdrainage erzielte Entstauung zu stabilisieren.
Daraus entstand die bis heute gültige Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) – ein Meilenstein in der modernen Lymphologie.

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Prof. Michael Földi – Forschung und Anerkennung

Prof. Michael Földi legte den wissenschaftlichen Grundstein für die breite medizinische Akzeptanz der Methode.
Mit eigenen Kliniken, Studien und Lehrtätigkeit sorgte er dafür, dass die Manuelle Lymphdrainage als fundierte Therapie in der Schulmedizin etabliert wurde.

Dank jahrzehntelanger Forschung, moderne Lymphschulen und führender Therapiezentren gehört die Manuelle Lymphdrainage heute zu den medizinisch anerkannte Kernmethoden in der Behandlung von Schwellungen und postoperativen Beschwerden.

 

Dieses Wissen fliesst in jede Behandlung in meiner Praxis ein - für eine sichere, sanfte und fundierte Begleitung deiner Heilung.

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Das Lymphsystem ist die stille Kraft unseres Körpers – 

es reinigt, schützt und regeneriert uns, ohne dass wir es bemerken

Das Lymphsystem ist ein feines Netzwerk direkt unter der Haut, das unseren Körper wie ein Reinigungssystem durchzieht.Damit Lymphe – also die Gewebsflüssigkeit – richtig abtransportiert werden kann, müssen die einzelnen Strukturen harmonisch zusammenarbeiten.

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 Lymphknoten – die Filterstationen

Auf ihrem Weg fließt die Lymphe durch Lymphknoten, zum Beispiel im Bereich von:

• Hals
• Achseln
• Bauch
• Leisten

 

Dort wird sie gefiltert, gereinigt und immunologisch überprüft.

Die manuelle Lymphdrainage leitet die Flüssigkeit sanft in Richtung der zuständigen Lymphknoten.

Lymphkapillaren –

der Beginn des Flusses

Ganz oberflächlich unter der Haut liegen die kleinsten Lymphgefäße.
Sie öffnen sich durch Druckunterschiede und Dehnungsimpulse – genau das simuliert die manuelle Lymphdrainage.

Hier beginnt der Transport.

Diese größeren Lymphgefäße besitzen Klappen, die den Rückfluss verhindern und den Transport der Lymphe in Richtung Körperzentrum sichern.

Die Lymphe wird weitergeleitet durch:

• sanfte Haut- und Gewebebewegung
• Atmung
• Muskelaktivität
• rhythmische, fließende MLD-Griffe

Alles, was sanfte, rhythmische Bewegung erzeugt, unterstützt den Lymphfluss.

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Große Lymphbahnen – der Hauptabfluss

Die gesammelte Lymphe gelangt in die zwei Hauptabflussbahnen des Körpers:

• Ductus thoracicus (linke Seite, größter Teil des Körpers)
• Rechter Lymphstamm (rechter Arm, rechte Brust, rechte Kopf- und          Halsseite)

Von dort fließt die gereinigte Lymphe im Bereich des Schlüsselbeins zurück in die Blutbahn.

Warum ist das für die Lymphdrainage so wichtig?

Ihr Lymphsystem ist dafür zuständig, überschüssige Flüssigkeit, Zellreste und Entzündungsstoffe aus dem Gewebe abzutransportieren. Diese Lymphe fließt über viele kleine Gefäße zu den Lymphknoten und schließlich in zwei große Hauptabflussbahnen, die sich im Bereich des Schlüsselbeins wieder in die Blutbahn entleeren.

Wenn dieser Abfluss gut funktioniert, kann sich das Gewebe entlasten und Schwellungen gehen zurück. Ist der Abfluss jedoch gestört – zum Beispiel nach einer Operation, durch Narben oder durch eine Überlastung des Systems – staut sich die Flüssigkeit im Körper. Das kann Spannungsgefühle, Schwellungen oder eine verzögerte Heilung verursachen.

Bei der manuellen Lymphdrainage achte ich deshalb darauf, zuerst die zentralen Lymphknoten und Hauptabflusswege zu aktivieren. Erst wenn diese Bereiche frei sind, kann ich die Flüssigkeit aus den betroffenen Körperregionen sanft in die richtige Richtung ableiten.

Genau das macht die Behandlung so wirkungsvoll:


Ich unterstütze Ihr Lymphsystem dabei, wieder in seinen natürlichen Rhythmus zu kommen, Schwellungen abzubauen und die Heilung zu fördern – schonend, ohne Druck und immer angepasst an Ihren individuellen Zustand.

Kurz gesagt:


Nur wenn der Hauptabfluss frei ist, kann die Lymphdrainage ihre volle Wirkung entfalten.

Das Lymphsystem – einfach erklärt

Das Lymphsystem kann man sich wie das Reinigungssystem des Körpers vorstellen. Während das Blut Nährstoffe verteilt, sorgt die Lymphe dafür, dass überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoffe wieder abtransportiert werden.

In unserem Gewebe entsteht ständig Flüssigkeit. Diese kann nicht vollständig über die Venen abfließen. Genau hier kommt das Lymphsystem ins Spiel.


Es sammelt diese Flüssigkeit ein und leitet sie langsam durch ein fein verzweigtes Netz aus Lymphgefäßen weiter.

Dabei übernimmt das Lymphsystem mehrere wichtige Aufgaben:

  • Es räumt auf:
    Überschüssige Flüssigkeit, Stoffwechselreste und Zellabfall werden kontinuierlich aus dem Gewebe abtransportiert.

  • Es schützt uns:
    Auf ihrem Weg fließt die Lymphe durch die Lymphknoten, die wie biologische Filterstationen arbeiten. Davon gibt es etwa 600–700 im gesamten Körper.

  • Es stärkt unsere Abwehr:
    In den Lymphknoten wird die Lymphe kontrolliert. Krankheitserreger, Bakterien oder andere Fremdstoffe werden erkannt und vom Immunsystem unschädlich gemacht.

  • Es hält das Gewebe im Gleichgewicht:
    Nur wenn die Lymphe gut abfließen kann, bleibt das Gewebe weich und entlastet. Ist der Lymphfluss gestört, entstehen Schwellungen, Spannungsgefühle oder Stauungen.

 

Man kann sich den Ablauf vereinfacht so vorstellen:


Die Lymphgefäße transportieren,
die Lymphknoten kontrollieren und reinigen,
und die großen Lymphbahnen sorgen dafür, dass die gereinigte Lymphe wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt wird.

Die Lymphe selbst ist eine klare bis leicht milchige Flüssigkeit, die sich täglich durch dieses fein abgestimmte Netzwerk bewegt.
Besonders viele Lymphknoten befinden sich im Hals, in den Achseln und in der Leiste – dort, wo der Körper besonders intensiv filtert und kontrolliert.

Wichtig zu wissen ist:

Das Lymphsystem hat keine eigene Pumpe wie das Herz. Es ist auf Bewegung, Atmung und äußere Unterstützung angewiesen. Wird der Lymphfluss verlangsamt – zum Beispiel nach Operationen, durch Narben oder längeres Sitzen – kann sich Flüssigkeit im Gewebe stauen. Das äußert sich häufig in Schwellungen, Spannungsgefühlen oder einem Druckgefühl.

Genau hier setzt die manuelle Lymphdrainage an.
Durch sehr sanfte, rhythmische Griffe wird das Lymphsystem unterstützt, sodass die Flüssigkeit wieder in die richtige Richtung abfließen kann. Ziel ist es, das natürliche Gleichgewicht im Gewebe wiederherzustellen und den Körper in seiner Selbstheilung zu unterstützen.

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Bewegung im Fluss – wie Lymphe transportiert wird

Das Lymphsystem braucht Bewegung, um gut zu arbeiten.


Jeder Atemzug, jeder Schritt, jede Dehnung bringt die Lymphe weiter und unterstützt den natürlichen Reinigungsprozess des Körpers.

Wenn wir uns zu wenig bewegen oder nach einer Operation eingeschränkt sind, verlangsamt sich dieser Fluss – Schwellungen, Spannungsgefühle und Müdigkeit können entstehen.

Die manuelle Lymphdrainage ersetzt genau diese fehlende Bewegung:


Sie aktiviert die Lymphbahnen mit sanften, rhythmischen Impulsen und bringt das Gewebe zurück in einen Zustand von Leichtigkeit und Durchlässigkeit.

Bewegung und Lymphdrainage arbeiten zusammen – beide bringen den Körper wieder in seinen natürlichen Fluss.

Wo Bewegung entsteht, entsteht Fluss. Und wo Fluss entsteht, kann Heilung folgen

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Wenn das Gleichgewicht verloren geht

Unser Lymphsystem arbeitet jeden Tag still im Hintergrund. Wird es jedoch überfordert – zum Beispiel nach Operationen, durch Narben, Verletzungen, eine Lymphknotenentfernung, ein Lipödem oder eine venöse Schwäche – kann die überschüssige Flüssigkeit nicht mehr vollständig abfliessen.

Das Gewebe reagiert mit:

• Schwellungen
• Druck- und Spannungsgefühlen
• Müdigkeit oder „Schwere“ in den Beinen
• ziehenden oder dumpfen Schmerzen

Dieses Ungleichgewicht entsteht nicht plötzlich – es baut sich auf, bis der Körper Unterstützung braucht.


 

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Manuelle Lymphdrainage beruhigt nicht nur das Gewebe – sie harmonisiert das Nervensystem

Die manuelle Lymphdrainage wirkt nicht nur lokal, sondern auf den gesamten Organismus.
Durch die sanften, rhythmischen Bewegungen aktiviert sie den Parasympathikus – den Teil des Nervensystems, der für Erholung, Heilung und innere Balance zuständig ist.

Das führt zu:

• tiefer körperlicher und mentaler Entspannung
• spürbarer Stressreduktion
• ruhigerer Atmung
• verbesserter Schlafqualität
• Entspannung der Muskulatur
• einer angenehmen „Herunterfahr“-Reaktion des Körpers

Warum Manuelle Lymphdrainage nicht weh tun darf

Die manuelle Lymphdrainage arbeitet mit dem feinsten System des Körpers – dem Lymphsystem direkt unter der Haut.

Deshalb gilt eine zentrale Regel:

MLD darf niemals Schmerzen verursachen. Warum?

  • Zu starker Druck verschließt die Lymphkapillaren statt sie zu öffnen​

  • Das Gewebe reagiert mit Schutzspannung, und der Abfluss verschlechtert sich​

  • Schmerzen aktivieren den Sympathikus (Stressmodus) – genau das Gegenteil dessen, was für Heilung nötig ist​

  • Der gewünschte parasympathische Effekt (Ruhe, Regeneration) wird blockiert.

Eine wirksame MLD ist sanft, schmerzfrei und arbeitet mit dem Körper – nicht gegen ihn.

Anwendungsgebiete - Wo Lymphdrainage hilft

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 Was ist ein Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine chronische Abflussstörung des Lymphsystems.
Dabei kann die im Gewebe anfallende Lymphflüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportiert werden. Die Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe an und verursacht Schwellungen, meist an Armen, Beinen oder im Rumpfbereich.

Das Lymphsystem ist für den Abtransport von Gewebsflüssigkeit, Eiweissen, Zellabbauprodukten und Entzündungsstoffen zuständig.
Ist dieses System überlastet oder geschädigt, entsteht ein Rückstau – ein Lymphödem.

Unbehandelt kann sich ein Lymphödem zunehmend verschlechtern, da sich Eiweisse im Gewebe ablagern und chronische Entzündungsprozesse fördern.
 

Woran erkenne ich, dass ich ein Lymphödem habe

Ein Lymphödem entwickelt sich häufig schleichend. Die ersten Anzeichen werden oft übersehen  oder  unterschätzt.

Frühe Anzeichen können sein:

  • einseitige Schwellung (z. B. nur ein Arm oder ein Bein)

  • Schwere- oder Spannungsgefühl

  • Druckempfindlichkeit

  • Kleidung, Schmuck oder Schuhe sitzen plötzlich enger

  • sichtbare Abdrücke nach Socken, Fingerdruck oder Kleidung

Im weiteren Verlauf können auftreten:

  • Schwellungen, die über Nacht nicht mehr vollständig zurückgehen

  • Verhärtung des Gewebes

  • eingeschränkte Beweglichkeit

  • Hautspannungsgefühl oder trockene Haut

  • zunehmendes Volumen der betroffenen Region

Ein Lymphödem ist besonders zu Beginn meist schmerzarm, wird jedoch mit der Zeit belastender.

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Stadien des Lymphödems

Ein Lymphödem entwickelt sich meist schrittweise. Die Einteilung in Stadien hilft, den Schweregrad zu verstehen und die Behandlung gezielt anzupassen.

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Stadium I – frühes Lymphödem

Im frühen Stadium ist der Lymphabfluss bereits gestört, das Gewebe kann sich jedoch noch teilweise selbst regulieren.

Typisch sind:

  • weiche, eindrückbare Schwellung

  • Zunahme der Schwellung im Tagesverlauf

  • Rückgang bei Hochlagerung oder über Nacht

  • Haut noch unverändert

 

In diesem Stadium ist das Lymphödem oft gut beeinflussbar.

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Stadium II – fortgeschrittenes Lymphödem

Die Schwellung wird zunehmend dauerhaft, das Gewebe beginnt sich zu verändern.

Typisch sind:

  • anhaltende Schwellung ohne vollständigen Rückgang

  • Gewebe wirkt fester und gespannter

  • beginnende Verhärtungen (Fibrosierung)

  • eingeschränkte Gewebselastizität

 

Die Eigenregulation des Lymphsystems ist deutlich reduziert.

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Stadium III – ausgeprägtes Lymphödem

Das Lymphödem ist chronisch etabliert und geht mit ausgeprägten Gewebeveränderungen einher.

Typisch sind:

  • massive Volumenzunahme

  • deutliche Gewebeverhärtungen

  • Hautverdickung und Faltenbildung

  • eingeschränkte Beweglichkeit

  • erhöhtes Risiko für Hautprobleme und Entzündungen

 

In diesem Stadium ist eine konsequente, langfristige Therapie notwendig.

Mischformen beim Lymphödem

Nicht jede Schwellung lässt sich eindeutig einem einzelnen Krankheitsbild zuordnen. In der Praxis treten häufig Mischformen auf, bei denen ein Lymphödem mit weiteren Faktoren kombiniert ist – zum Beispiel mit einem Lipödem, einer venösen Abflussstörung, nach Operationen oder bei starkem Übergewicht.

Typische Mischformen sind:

  • Lipolymphödem (Lipödem mit zusätzlicher lymphatischer Überlastung)

  • Phlebolymphödem (Kombination aus venöser Insuffizienz und Lymphödem)

  • postoperative oder posttraumatische Mischödeme

  • adipös-lymphatische Mischformen bei starkem Übergewicht

 

Mischformen sind therapeutisch relevant, da mehrere Mechanismen gleichzeitig zur Schwellung beitragen. Die Behandlung richtet sich deshalb immer nach dem dominierenden Anteil und dem individuellen Gewebebefund.

 

Eine genaue Einordnung der Mischform ist entscheidend, um die Therapie gezielt, wirksam und langfristig erfolgreich anzupassen.

Warum eine frühzeitige Behandlung wichtig ist

Je früher ein Lymphödem erkannt und behandelt wird, desto besser lässt sich der Verlauf positiv beeinflussen.
In frühen Stadien können Schwellungen häufig reduziert und Gewebeveränderungen verhindert werden.

Ohne gezielte Therapie kann es im Verlauf zu:

  • dauerhaften Gewebeverhärtungen

  • chronischen Entzündungsprozessen

  • funktionellen Einschränkungen

  • zunehmender Belastung im Alltag kommen.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Eine fachliche Abklärung ist empfehlenswert, wenn:

  • eine Schwellung einseitig ist

  • sie länger anhält oder zunimmt

  • sie sich nicht mehr vollständig zurückbildet

  • ein Spannungs- oder Schweregefühl besteht

  • eine Operation oder Bestrahlung vorausgegangen ist

Kontraindikationen - wann wir mit der Behandlungen warten

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Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, wohltuende Therapieform, die dem Körper Entlastung, Ruhe und Heilung schenkt.

 

Damit sie sicher bleibt und optimal wirken kann, gibt es jedoch einige Situationen, in denen wir vorsichtig sein oder die Behandlung verschieben müssen.

 

Wann wir nicht behandeln können:

  • Bei akuten Entzündungen oder Infekten, besonders wenn Fieber, starke Rötung oder Schmerzen bestehen.

  • Bei frisch diagnostizierter Thrombose, weil hier ein hohes Risiko für Embolien besteht.

  • Bei dekompensierter Herzschwäche, wenn das Herz die zusätzliche Flüssigkeit nicht verkraftet.

  • Bei aktiven, unbehandelten Tumoren, sofern keine onkologische Freigabe vorliegt.

 

Wann wir Rücksprache halten oder genau hinschauen:

  • Direkt nach Operationen, wenn Komplikationen wie starke Hämatome, Infektionszeichen oder Nahtspannungen bestehen.

  • Bei Herz- oder Nierenerkrankungen, die das Flüssigkeitsmanagement beeinträchtigen können.

  • Bei ausgeprägten Durchblutungsstörungen oder stark schwankendem Blutdruck.

  • Bei Erkrankungen der Schilddrüse, insbesondere bei Behandlungen im Halsbereich.

  • Bei akuten Schmerzen unbekannter Ursache, wo zuerst geklärt werden sollte, was dahintersteckt.

Fragen? Ich begleite dich gern.

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